Mehrgenerationensiedlung: Landwirtschaft

Die Land- und Forstwirtschaft

Das Gartenland versorgt uns mit Obst und Gemüse. Die Bewirtschaftung erfolgt nach den Richtlinien des ökologischen Land- und Gartenbaus (z. B. Bioland oder Demeter). Ökologie, Artenvielfalt und heimische (Nutz-) Pflanzen fördern das natürliche Gleichgewicht des Bodens und der gesamten Fauna und Flora. Wesentliche Elemente sind hierbei Bodenrenaturierung, Mischkulturen, Drei-Felder-Wirtschaft, Permakultur, und artgerechte Tierhaltung. Bienenhaltung ist erwünscht. Regionale Sorten erhalten den Vorzug, sie sind über Jahrhunderte an das örtliche Klima angepaßt und benötigen kaum „Pflegemaßnahmen“. Um alte, regionale Sorten zu kultivieren, legen wir eine Saatgutbank an.
Eine Feldhecke versorgt uns mit Beeren und Früchten und bietet zusätzlich Schutz für Wildtiere. Sie hilft uns außerdem das ökologische Gleichgewicht auf jedem Gärtnerhof in kürzester Zeit zu erreichen. Als Windschutz erfüllt sie eine weitere wichtige Funktion.

Der Wald versorgt uns mit Brenn- und Baumaterial. Unsere rund 80 ha Waldfläche sind ein ökologisches Biotop und ein wertvoller Sauerstoff- Spender. Die Waldstücke werden weitgehend zusammengelegt, um Wildtieren Rückzugs- und Schutzraum zu bieten. Zum anfänglichen Regulieren des ökologischen Gleichgewichts dient uns die Eigenjagd. Vielleicht werden in Zukunft wieder Luchs und andere Wildtiere heimisch, damit die Regulation auf natürlichem Weg geschieht.

Aus Wald, Streuobstwiese, Gemüse-, Kräuter- und Blumengarten entstehen so Oasen, in denen die Bewohner - und im öffentlichen Bereich auch unsere Besucher - im Einklang mit der Natur Ruhe und Erholung finden.

Die siedlungseigene Bio-Landwirtschaft mit ca. 150 ha dient der gesunden und regionalen Versorgung mit Feldfrüchten, Getreide, Milch, Käse, etc. Im „Bauernladen“ kann hier ab Hof vitaminreich und saisonal eingekauft werden, ein Angebot für die Siedlungsbewohner ebenso wie für die Bevölkerung der umliegenden Orte. Außerdem kommen der Landwirtschaft auch pädagogische Aufgaben zu, sie arbeitet beispielsweise eng mit der Schule zusammen.

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